1. Entdeckertour: Premiumweg rund um Ronshausen (19 km)

Die Extratour Ronshausen gehört mit zu den Premiumwegen, für die der Gemeinde Ronshausen vom Deutschen Wanderinstitut in 2006 das Deutsche Wandersiegel verliehen wurde. Der 17,8 km lange Rundweg führt am Südhang des Richelsdorfer Gebirges überwiegend auf gut begehbaren Erd- und Graswegen. Hauptstart- und Zielpunkt ist der Wanderparkplatz Marbach, Eisenacher Straße 95, am östlichen Ortsrand von Ronshausen.
Höhenzüge, schöner Mischwald mit mächtigen Baumveteranen, wie der Bäreneiche, der Wilhemseiche, die Rinaldoeiche und die „Fünf Linden“, Plätze mit Moosen und Farnen und die drei idyllischen Täler (Marbach-, Steinbach- und Silberbachtal) mit weiten Wiesenflächen, Bachläufen und Fischteichen sorgen für eine abwechslungsreiche Wanderung mit vielen Naturelementen. Der Allerhättenberg (380 m) bietet bei gutem Wetter herrliche Ausblicke in die Ferne bis zum Vogelsberg, Rimberg, Alheimer, Hoher Meißner.

Ein kleiner Abstecher in Richtung des Ibatals führt die Wanderer zur Friedrichshütte. Diese Hütte wurde 1732 von Landgraf Friedrich I. von Hessen als Schmelzwerk für den Kurhessischen Kupferschieferbergbau erbaut. Der Leiter der Hütte war der Schwager von Wilhelm Grimm. Einige Märchen der Brüder Grimm fanden ihren Ursprung in den Erzählungen von dessen Frau Dortchen Wild-Grimm.
Ronshausen liegt inmitten der Region Waldhessen, die sich vom mittleren  Fuldatal bis zum hessischen Teil des Werrateils bei Heringen erstreckt. Der Ort wird von einer herrlichen Waldkulisse mit prächtigen Laub- und Nadelwäldern umschlossen. Im  Norden vom Richelsdorfer Gebirge und im Süden vom Seulingswald (10.000 ha). Der über viele Jahrhundert betriebene Bergbau hat überall seine Spuren hinterlassen. Der Seulingswald ist wohl das unbekannteste der hessischen Waldgebiete. Dabei kam schon Martin Luther hier durch, auf dem Weg nach Worms. Mittendrin fand man jüngst eine von überhaupt nur zwei in Hessen dokumentierten Wolfsgruben, in denen früher Wölfe gefangen wurden. Hier findet man auch noch einige der selten erhaltenen Hohlwege, über die früher die Kutschen auf den alten Fernwegen (Lange und kurze Hessen) fuhren.

Der Mittelpunkt von Ronshauens ist die mittelalterliche romanisch-gotische Wehrkirche, um die sich mittelalterliche Fachwerkhäuser scharen. Wer sich für den osthessischen Bauernbarock interessiert, wird hier begeistert sein. Die Kirche zählt mit ihrer herrlichen bäuerlichen Barockmalerei zu den 100 schönsten Dorfkirchen Deutschlands und gilt als Vorbild für den osthessischen Bauernbarock.

Tag: Sonntag, 12 Juli 2020
Wegstrecke: Ronshausen – Friedrichshütte – Bäreneiche – Wilhelmseiche – Ronshausen
Streckenlänge: 19 km; ca. 600 Höhenmeter
Wanderprofil: anspruchsvoll
Treffen Uhrzeit: 07.50 Uhr
Treffpunkt: Fernbahnhof Wilhelmshöhe
Abfahrt: 08:15 RB 5
Wanderstart: 09:20 Uhr in Ronshausen
Endpunkt: Ronshausen
Dauer der Wanderung: ca. 10 Stunden
Abfahrt Rückkehr: 16.45 Uhr
Rückkehr in Kassel: 17.50 Uhr
Verpflegung: Unterwegs Rucksackverpflegung, Endeinkehr in Ronshausen möglich
Tickets: Im Stadtverkehr Kassel-Stadt, Multiticket, Ab Kassel Großgruppenticket
Kosten: 15 Euro für Wanderkosten und Bahnfahrt (Preisstufe 8), für Inhaber von Monats- oder Jahreskarten 3,00 Euro

Anmeldung unbedingt erforderlich bis Freitag, 10.07.20

Ansprechpartner: Helmut Schramm (Wanderführer)
Weitere Informationen per E-Mail anfragen: rh.schramm@t-online.de
oder telefonisch: 05609 2543 oder 0157 3748 7878 (mobil)